Unser Wochenendausflug nach Puri

Am letzten Wochenende war es wieder soweit und wir haben uns zu einem Wochenendausflug aufgemacht. Dieses Mal sollte es uns nach Puri im Bundesstaat Odisha führen. In Odisha spricht man die Sprache Oriya, so konnten wir mit unseren kleinen Telugu-Kenntnissen leider nicht glänzen. Puri ist eine (für indische Verhältnisse) kleine Stadt direkt am Meer und vor allem für das Fischen und die vielen Tempel bekannt, die viele Hindus dorthin ziehen. Damit gehört Puri zu den heiligsten Städten in ganz Indien.

So sind wir am Donnerstagabend zu neunt in den Zug gestiegen und mit etwas Verspätung losgefahren. Im Zug haben wir auch schon Hindus getroffen mit denen wir ins Gespräch kamen, nachdem sie das Gefühl hatten, mich unbedingt mit allerlei Snacks versorgen zu müssen. Die drei Männer haben 30 Stunden Zugfahrt in Kauf genommen, um nach Puri zu kommen und dort im riesigen berühmten Jagannath-Tempel zu beten.

Als wir am Freitagvormittag ankamen, sind wir erstmal losgestiefelt und haben uns ein Hotel gesucht. Da wir immer gerne sehr sparsam unterwegs sind, was die Unterkünfte angeht (wir investieren lieber in so etwas wie Essen), haben wir für uns neun zwei kleine Zimmer gefunden und dann eben etwas improvisiert 😉

Die Tage in Puri waren ein entspannter kleiner Urlaub, die uns als Gruppe zusammengebracht haben. Während wir Zuhause in Vijayawada alle unsere eigenen kleinen Dinge erledigen, überlegen wir so zusammen, was wir unternehmen wollen. Wir sind viel im Meer Baden gewesen, haben die wunderschöne Natur genossen und haben uns in gemeinsamer Runde auch mal wieder Dinge wie Pizza oder Pasta gegönnt. Das ist immer eine kleine Besonderheit neben all dem Reis und traditionellen indischen Essen, das wir sonst genießen dürfen.

Den berühmten heiligen Jagannath-Tempel dürfen Nicht-Hindus leider nicht betreten, aber wir sind trotzdem hingefahren und sind eine Runde herum gelaufen. Dabei haben wir gemerkt, wie groß dieser Tempel ist, dafür dass er mitten in der Innenstadt steht.

Was sehr ungewöhnlich für uns war, war tatsächlich das Wetter. Schon auf der Zugfahrt nach Puri haben wir gut gefroren, aber auch in Puri dann wurde es abends richtig frisch und nachts mussten wir uns in Wolldecken kuscheln. Damit haben wir überhaupt nicht gerechnet, zumal die Temperatur im Durchschnitt nur 5°C kühler ist als in Vijayawada – zumindest laut Internet. Aber auch tagsüber hat man oftmals einen guten Unterschied zu Vijayawada gemerkt. Allerdings wohnen wir auch in einer der heißesten Regionen Indiens und sind die superhohen Temperaturen anscheinend schon gewohnt.

Das Allzweck-Kleidungsstück Chunni hat wieder ganze Arbeit geleistet – diesmal hauptsächlich als Decke

Am Sonntagnachmittag sind wir dann mit dem Zug in der Sleeper-Class wieder zurückgedüst nach Vijayawada.

Ich habe den Ausflug – wie alle unsere Ausflüge bisher – sehr genossen und bin sehr sehr dankbar Teil von unserer Volo-Familie sein zu dürfen. Ich bin gespannt, wo es uns als nächstes hinführt und wie wir Indien ein kleines Stück näher kennenlernen dürfen!

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