Debora und Cara auf Tour – Teil 3

Auf ging es zu unserem letzten gemeinsamen Stopp, der gleichzeitig Deboras Zuhause ist.

5. Stopp: Trivandrum – Deboras Projekt (Konniyoor)

Nach einigen Stunden entspannter Zugfahrt (inklusive Mittagsschlaf) sind wir in Trivandrum angekommen. Nun waren wir in Deboras gewohntem Umfeld. Sie wohnt mit Schwester des Karmelitenordens in einem Kloster, das ca. 20 km außerhalb von Trivandrum in einer ländlichen Gegend liegt. Trivandrum ist die Hauptstadt vom Bundesstaat Kerala, der südliche Bundesstaat an der Westküste.

Im Kloster angekommen wurden wir von den drei Schwestern (die vierte ist auf Seminarwoche in Kochi) herzlich begrüßt.

Debora hat mir das ganze große Gelände gezeigt mit all den vielen Obstbäumen, Gemüsepflanzen und auch dem Girl’s Home, in dem 20 junge Mädchen zwischen 6 und 14 Jahren unterbracht sind.

Während ich an einem Tag Deboras Alltag in der Schule miterleben konnte, haben wir am darauffolgenden Tag einige schöne Plätze in ihrer Umgebung besucht.

Besonders beeindruckt hat mich dabei, was für eine große Rolle das „Mitbeten“ in Deboras Freiwilligendienst spielt. Jeden Morgen ist um 6:30 Uhr Gottesdienst auf Malayalam und am Abend nochmal eine gute Stunde Rosenkrank beten. Auch wenn Debora nicht jeden Morgen in den Gottesdienst geht, sondern „nur“ 2-3 Mal die Woche, bewundere ich ihre Ausdauer, Hingabe und Gelassenheit dabei.

In Deboras Umgebung haben wir zunächst eine Elephantenfarm besucht! Seit diesem Tag sind Elephanten meine neuen Lieblingstiere 😉 wir konnten die Elephanten beim Baden, Fressen und Waschen beobachten und das war einfach nur herzig! Von einem 5 monatigen Baby bis zu einer alten 80-jährigem Elephantendame war dort alles vertreten und die Tiere bei ihrem Verhalten untereinander zu beobachten, hat mich viel mehr begeistert als ich es mir je hätte vorstellen können!

Anschließend konnten wir die Aussicht von einem Staudamm über die ganze Schönheit von Keralas Natur genießen.

Und haben schließlich den ganzen Nachmittag auf dem Punmudi Berg, der umgeben von Teeplantagen ist, verbracht. Die Luft dort oben war endlich einmal sauber, kühl und erfrischend. Debora und ich haben uns eher wie in Österreichs Bergen gefühlt als in Indien. Wir haben die letzten gemeinsame Zeit genossen, hatten wundervolle Gespräche und konnten unseren Urlaub rekapitulieren.

Bevor es dann am Donnerstagmorgen für mich mit dem Zug weiter ging, hat Debora mir noch eine riesige Kirche direkt am Strand von Trivandrum gezeigt. Für diese Kirche haben die Bewohner viel gespendet und sind wahnsinnig stolz darauf. Mir hat das einmal mehr gezeigt was für eine immense Bedeutung der Glaube für die Menschen hier hat.

Nun geht es für mich mit dem Zug alleine weiter – ungewohnt eine Zugafahrt ohne Debora! (Übrigens: insgesamt haben wir zusammen um die 50 Stunden im Zug verbracht und trotzdem fast jedes Mal unseren Ausstieg verpasst)

Was ich vom Urlaub im Herzen behalte

Ich bin einfach nur dankbar für unseren Urlaub!

Jeder Tag war auf seine Art und Weise besonders. All die Menschen, denen wir begegnet sind, haben unseren Urlaub einzigartig und faszinierend gemacht. Wir haben so viele verschiedene Geschichten gehört von Menschen aus der ganzen Welt! Ich muss an die reiselustigen Russen, das Ehepaar aus Kanada, den verbitterten Belgier oder die deutsche Reisegruppe denken. Die niederländische Ärztin, die für immer in Indien leben wird oder der Konsulent aus Frankreich, der mich nicht nur nach Paris eingeladen hat, sondern auch aufgefordert hat, nach diesem Jahr an Schulen von meinen Erfahrungen zu berichten – diese Menschen und alle anderen Begegnungen haben mich zum nachdenken gebracht. Ihre Geschichten, Ansichten und Ratschläge bewahre ich hoffentlich noch lange in meinem Gedächtnis.

An all den Orten wurde uns so viel Großzügigkeit und Gastfreundschaft entgegengebracht, dass wir uns oft gefragt haben, wie wir das alles verdient haben.

Debora und ich waren ein wundervolles Team, das ich mir nie hätte besser wünschen können. Wir haben uns ergänzt, konnten uns über alles austauschen und haben zusammen alles bestens gemeistert. Wir können uns aufeinander verlassen und haben unsere Beziehung vertiefen und ausbauen können. Ich denke, dass sie mir auch für die weiteren 6 Monate eine unglaubliche Stütze sein wird.

Der Urlaub war nicht nur das Entdecken von Südindien, sondern vor allem auch viel Zwischenmenschlichkeit.

Nun kann ich bestärkt in die nächsten Wochen starten, die ebenfalls viel bereithalten…

Ein Gedanke zu „Debora und Cara auf Tour – Teil 3“

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