Unser Wochenendausflug nach Bangalore

Am vergangenen Donnerstag habe ich dann schweren Herzens von Debora Abschied nehmen müssen. Unser gemeinsamer Urlaub war leider vorbei. Nachdem sie mich zum Bahnhof in Trivandrum gebracht und wir uns verabschiedet hatten, startete also meine erste Zugfahrt alleine.

Weil ich es mir wie immer bequem eingerichtet hatte, verging die Zeit auch ganz schnell und so bin ich Freitagmorgen pünktlich nach 20 Stunden Zugfahrt in Bangalore ausgestiegen. Nicht so pünktlich sind leider meine lieben Volos aus Vijayawada angekommen. Sie sollten eigentlich schon Donnerstagvormittag ankommen, plagten sich dann allerdings mit einiger Verspätung. Nichtsdestotrotz haben mich drei von ihnen Freitag in der Früh vom Bahnhof abgeholt und ich habe mich wie wahnsinnig gefreut meine Volo-Familie wiederzusehen!

In Bangalore sind außerdem zwei österreichische Freiwillige, die zur selben Organisation („Volontariat bewegt“) gehören wie die Österreicher bei uns. Hauptsächlich sind wir nach Bangalore gekommen, um uns deren Projekte anzuschauen. Das Projekt, in dem sie mitarbeiten heißt BOSCO und wird ebenfalls von den Salesianern Don Boscos geleitet wie Navajeevan bei uns in Vijayawada.

Ihr Projekt ist ähnlich strukturiert wie Navajeevan, allerdings waren wir an manchen Stellen schon ein wenig eingeschüchtert und neidisch, denn dort gab es einige Dinge, die wir auch gerne bei uns sehen würden. Beispielsweise würden wir uns für unsere Kids auch so viel Platz oder so viele Betten wünschen. Aber dahinter stehen Strukturen und Entscheidungen, von denen wir keine Ahnung haben und die wir nicht beeinflussen können.

Die beiden Freiwilligen haben uns aber auch ein wenig Bangalore gezeigt. Besonders beeindruckt waren wir dabei von der super neuen und sauberen Metro! Sie haben uns aber auch in den botanischen Garten mitgenommen, wo wir es uns gemütlich gemacht haben und ein paar gemeinsame Lieder geträllert und den Sonnenuntergang genossen haben.

Wir hatten eine tolle Zeit gemeinsam, auch wenn sie leider nur sehr kurz war. Ich finde solch ein gegenseitiger Austausch ist unglaublich wichtig und ich freue mich, wenn es wirklich klappen sollte, dass die beiden Jungs uns mal in Vijayawada besuchen kommen.

Am Samstagnachmittag ging es dann leider schon wieder zurück, allerdings dieses Mal nur 15 Stunden im Zug.

Nun bin ich zurück in Vijayawada und habe mich wie ein Kleinkind gefreut, die Straßen wieder zu erkennen und unsere Wohnung aufzuschließen. Nach zwei Wochen Urlaub habe ich mich dann auch am Montag wieder auf mein Fahrrad geschwungen und bin wie gewohnt nur Arbeit geradelt.

Die schönste Begrüßung über meine Rückkehr habe ich aber definitiv von meinen RVTC-boys bekommen. Die Begeisterung und grinsenden Gesichter waren so schön! Und deswegen bin ich auch auf ihr tägliches „sister, noooooo class today!“ heute mal eingegangen und wir haben nur Spiele gespielt.

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