Familienurlaub im Norden Indiens

Nachdem es für uns mit dem Flugzeug nach Delhi ging, begann ein Urlaub, den wir so bisher nie hatten. Da wir zum ersten Mal in unserer Familienurlaub-Geschichte die Reise durch eine Agentur haben buchen lassen, wurde uns jegliche Verantwortung abgenommen. Am Flughafen wurden wir direkt abgeholt und mit einem Kleinbus, der nur für uns vier bestimmt war, ins Hotel gefahren. Dieser Kleinbus hat uns die ganze Zeit überall hingefahren und stand ständig für uns bereit – inklusive Fahrer versteht sich.

Ich hatte den Luxusurlaub meines Lebens. Ich glaube zwar, dass ich alles verstärkt als Luxus wahrgenommen habe, weil ich die 9 Monate davor in recht einfach Verhältnissen lebte. Aber wir waren schon wirklich überall mit unglaublichen Hotels gesegnet.

Das war für mich eine Umstellung, die mir am Anfang sehr schwer fiel, da ich immer versuche wie die Kinder im Projekt zu leben. Trotzdem eine Umstellung, an die ich mich aber schnell gewöhnte. Was mich allerdings bis zum letzten Tag immer wieder fertig gemacht hat, war die Tatsache, dass ich selbst entscheiden konnte, was ich esse, welche Temperatur mein Wasser beim Duschen hat und vor allem welche Temperatur meine Umgebung hat. Am herausforderndsten war es, wenn es im Hotel sowohl Klimaanlage als auch Ventilator gab. Bis dahin habe ich überall nur mit Ventilator gewohnt und habe gehofft, dass ich dadurch ein wenig kühlenden Wind erhaschen kann. Maximal in öffentlichen Einrichtungen wie beim Geldautomaten oder im Supermarkt gab es eine Klimaanlage, die ein wenig Abkühlung verschaffte. Aber hier hatte ich plötzlich beides und vor allem selbst die Macht über die Klimaanlage – komplette Überforderung!

Es ist definitiv was anderes als Tourist durch Indien zu laufen und nicht Volunteer in einer NGO zu sein. Aber es war ein wunderschöner Urlaub und eine interessante Erfahrung Indien aus einem anderen Blickwinkel zu erleben.

Unsere Reiseroute wurde durch unsere Reiseagentur festgelegt und beinhaltet ein abwechslungsreiches Programm.

An jedem Ort wurden wir von einem lokalen Reiseführer herumgeführt. Hauptsächlich besuchten wir Burgen und Paläste aus der Zeit der Maharajah. Ich möchte meine Eindrücke vor allem mit Hilfe von Bildern teilen.

Delhi

Rikscha-Fahrt durch die Straßen Delhis
Quatab Minar

Denkmal für Mahatma Ghandi, Ort seiner Verbrennung

Agra

Eingangstor zum Taj Mahal

Wir waren am Abend zum Sonnenuntergang dort und so hatten wir das Glück ein paar wunderschöne Eindrücke mit der untergehenden Sonne zu genießen

Taj Mahal – ein Weltwunder. Ich muss sagen, dass ich es wirklich beeindruckend dort fand. Die Atmosphäre war entspannend für mich aufgrund des ganzen Marmors und dieser großen aber doch fast noch schlichten Wände. Für mich war die ganze Symmetrie an diesem Ort wunderschön und alles hat seinen Platz und seine Bedeutung. Das ist für mich beruhigend und ästhetisch. Denn am ganzen Taj Mahal gibt es lediglich zwei Dinge, die nicht symmetrisch sind. Trotzdem ist es für mich am Ende nur ein Gebäude. Klar, auf jeden Fall ein beeindruckendes Gebäude, aber im Endeffekt bin ich eher jemand, den Sachen, die mit Menschen zu tun haben, viel mehr berühren. Aber es ist ein Besuch wert!

Red Fort

Fatehpur Sikri

Ranthambore

Im Nationalpark Ranthambore waren für uns zwei Safaris vorgesehen. Einem am Morgen und eine weitere am Nachmittag. Der Nationalpark ist in mehrere Zonen eingeteilt und das Highlight ist es, wenn man einen Tiger zu Gesicht bekommt. Auf unserer ersten Safari saßen wir im Jeep mit einem Ehepaar, dessen sechste Safaris das bereits ist und die bis dato noch keinen Tiger gesehen hatten. Die Sterne standen anscheinend gut für uns, denn auf unserer Morgen-Safari sahen wir einen und auf unserer Nachmittag-Safari zwei Tiger. Alle waren super aufgeregt!

Bundi

Udaipur

Silawatwari

Girwa
Ausblick vom Hotel auf den Pichola-See

Jaipur

Palast der Winde

Devisinghpura

Ende der Reise

Damit jeder wieder zu seinem Wohnort kommt, sind wir zum Ende nochmal nach Delhi gefahren und meine Eltern und mein Bruder sind nach Frankfurt und ich zurück nach Vijayawada geflogen.

Der Urlaub war toll. Zum einen war ich froh endlich mal alle wichtigen Bauwerke im bekanntesten Bundesstaat Rajasthan kennenzulernen. Aber vor allem war es wundervoll meine Familie wiederzusehen und ihnen meine Welt hier ein bisschen näher zu bringen. Es war interessant zu bemerken, wie unterschiedlich ich auf manche Dinge reagiere bzw. in bestimmten Situationen agiere, als meine Familie. Dabei meine ich vor allem die Preise in Restaurants oder Essenständen und auch was ist jetzt eher als höflich und was als unhöflich angesehen wird.

Ich bin auf jeden Fall unfassbar froh und dankbar, dass es geklappt hat und sie mich hier besuchen konnten. Und nun ist es ja auch gar nicht so lange bis wir uns schon wieder sehen.

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